Wer frisst den Plattenplatz?

Flattr this!

Eine eingebaute 1 TB Festplatte ist heutzutage wirklich nichts besonderes mehr. Doch so groß eine solche Kapazität auch klingen mag, die Platte ist schneller voll, als man denkt.
In Wahrheit ist da normalerweise jedoch noch einiges an Plattenplatz vorhanden. Die 400-seitige PDF, die man in 8 Monaten nie gelesen hat, die Images von Ubuntu 8.04 – 11.04, sowie der Ordner Namens musik_die_ich_nicht_mag, können sicherlich bedenkenlos entfernt werden. Die Sicherung der Doktorarbeit, an der man gerade schreibt oder das Backup des Zweitrechners sind dagegen zu wichtig um der Löschwut für mehr Speicherplatz zum Opfer zu fallen.
Das Problem an der Sache ist nur, eben jene unnötige Speicherfresser zu finden, den eine große Platte wird leider auch schnell unübersichtlich.
Hier verschafft das Tool filelight schnelle Abhilfe. In den gängigen Linux – Distributionen, findet man das Programm in den Repositories. Nach der Installation kann es sofort gestartet werden.
In Form eines Kreisdiagramms wird einem hier nun die Festplatte angezeigt. Ein grüner Abschnitt zeigt den belegten Speicherplatz an, während der weiße für freien Speicherplatz steht. Unter dem Diagram kann man in Prozent angegeben nachlesen, wie viel Prozent den nun belegt sind.
Abgesehen von der Darstellung in einem Kreisdiagramm, bekommen wir hier allerdings nichts angezeigt, was man mit dem Befehl df -h nicht auch hätte herausfinden können.
Das eigentlich nützliche kommt erst zu Tage, wenn man im Menüpunkt Scan, den Eintrag Scan Homefolder auswählt. Natürlich kann man unter dem Punkt Scan Folder auch nur einzelne Ordner oder etwa die externe Festplatte einscannen.
Nach dem erfolgreichen Scan sieht das Kreisdiagramm schon deutlich anders aus:
In der Mitte steht in GB die Größe des belegten Speicherplatzes. Der innerste Ring beschreibt die einzelnen Ordner und Dateien des eingescannten Ordners. Dazu gehören in einem Standard – Ubuntu die Ordner Bilder, Dokumente, Videos usw. Hierbei werden Dateien weiß und die einzelnen Ordner in verschiedenen Farben dargestellt.
Der nächste Ring steht nun für die Ordner bzw. Dateien in den Ordnern, die im innersten Ring dargestellt werden. Diese Art der Darstellung zieht sich bis zum jeweiligen letzten Ordner in einem Verzeichnis durch. Fährt man mit der Maus über einen der Ordner oder über eine Datei, bekommt man die Größe in GB, die Anzahl der enthaltenen Dateien und den prozentualen Anteil dieser bezogen auf die gesamte Speicherplatzbelegung angezeigt.
Besonders nützlich ist hier, dass auch versteckte Dateien und Ordner erfasst werden und man so zum Beispiel auch sieht, wenn Windowsprogramme, die man mit Wine betreibt, in dem Ordner .wine unmengen an Daten ablegen.
Klickt man übrigens auf einen der angezeigten Ordner, werden dessen Inhalte wieder in einem Kreisdiagramm dargestellt, hierbei wird nun der Ordner als 100% angesehen. Hat man mithilfe des Tools einen Speicherfresser ausfindig gemacht, kann man mit einem Rechtsklick die Datei oder den Ordner sogar direkt entfernen.

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