Cinnamon 1.4 – alles anders?

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Vor allem durch die neue Version von Linux Mint wurde die relative junge GUI Cinnamon 1.4 vielen Benutzern geläufig. Wer bereits User der Version 13 von Linux Mint war, wird sich beim ersten Start vermutlich erschrocken gedacht haben „Schon wieder alles anders?“ – Anstelle der gewohnten zwei Leisten oben und unten, präsentiert sich Cinnamon nun nur mit der bereits bekannten unteren Leiste, die nur einige Funktionen mehr zu enthalten scheint. Hier sei gleich vorweg genommen, wem diese Einstellung nicht gefällt, der klickt einfach auf das untere Panel, wählt dort Leisteneinstellungen und anschließend Leistenanordnung: Klassisch (Leiste oben und unten). Wenn man dies beachtet, so wird man schnell feststellen, dass es gar keine sonderlich großen Veränderungen gegeben hat. Die sogenannte Hot Corner, existiert immer noch, mit dem Unterschied, dass Cinnamon sich nun nicht mehr so sehr an Gnome3 orientiert und man deshalb über die Hot Corner kein Menü sondern nur die Arbeitsflächen aufrufen kann. Hier kann man auch festlegen, wie viele Arbeitsflächen man haben will und muss nicht erst (wie unter Gnome3) eine Extension dafür installieren. Diese sind sowieso nicht mehr für Cinnamon verfügbar, da die GUI wie bereits erwähnt nicht mehr Gnome3 orientiert ist. Cinnamon hat deshalb eigene Extensions eingeführt, die man auf einer extra dafür eingerichteten Seite anschauen und herunterladen kann. Zwar gibt es hier keine one-click Installation wie auf der Homepage der Gnome Shell Extensions, doch findet sich bei den Paketen meist eine einfache install.sh, die die Installation nicht sonderlich schwer gestaltet. Auf der selben Seite findet man neben den erwähnten Applets auch Themes und Extensions. Letztere unterscheiden sich von den Applets darin, dass sie universell und nicht Panel bezogen sind. Um beispielsweise Themes oder andere Einstellungen zu verwalten, muss man unter Gnome3 das sogenannte gnome-tweak-tool verwenden, dieses ist in Cinnamon nicht mehr nötig. Ein Konfigurationsassistent mit dem Namen MDM (Mint Display Manager) ersetzt dessen Funktion. Die normalen Systemeinstellungen findet man nach wie vor getrennt unter dem gleichen Namen. Dies kann unter umständen zu Verwirrungen führen, da diese nicht in den Favoriten des Menüs der unteren Leiste zu finden ist, was man aber ja ändern kann.

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