[Update] Wie Open Source Marken mit Füßen getreten werden

Flattr this!

Ihr kennt ja sicher alle die Desktopoberfläche Gnome. Hinter dieser GUI steckt die Gnome Foundation, die seit 17 Jahren Software produziert und seit 8 Jahren ein eingetragener Markenname ist.

Nun kam da eine Firma namens Groupon daher und stellte ein Produkt mit dem Namen „Gnome“ vor. Das wäre nur halb so schlimm, würde dieses Produkt nicht auch noch in seiner Funktionalität sehr der von Gnome ähneln:

Groupon’s product is a tablet based point of sale “operating system for merchants to run their entire operation.“

Gnome hat daraufhin ganz höflich mal darauf hingewiesen, dass der Name in diesem Bereich schon geschützt ist und dass es doch nett wäre, wenn Groupon da einen anderen Namen wählen würde. Nun würde man erwarten, dass die Firma sich entschuldigt, das Ding Max Mütze nennt und alle glücklich nach Hause gehen.

Aber nein: Stattdessen hat Groupon nur noch mehr Handelsmarken Applikationen eintragen lassen. Die Gnome Foundation hat nun bis zum 3. Dezember Zeit bei diesen Eintragungen zu intervenieren und braucht dafür aber 80 000$ zu deren Spende sie nun aufrufen.

Wenn ihr verhindern wollt, dass der Name Gnome mit einer propreitären Software assoziiert wird, die unter vollem Bewusstsein des Markennamens diesen angenommen hat, dann helft der Gnome Foundation per PayPal.

Hier findet ihr den englischsprachigen Infotext zur Sachlage von der Gnome Foundation.

 

Update

Ach das ist ja jetzt spannend. Hier fliegt gerade dieser Artikel rein. Demzufolge gab es da mal einen sehr ausführlichen Artikel über die (vermeintlichen) Arbeitsbedingungen und -praxen der Firma Groupon, dem allerdings einige (ehemalige) Angstellte widersprochen haben. Hier mal ein kleiner Einblick:

“Es ist eng, es ist laut. […] Von wegen 40-Stunden-Woche, […] eher 60/70 Stunden und die Überstunden werden weder angerechnet noch bezahlt. Da keine Deals in der Pipeline sind, wird freitags locker bis 0.00 oder 1.00 Uhr da gesessen […] Samstags oder Sonntags darf man dann freundlicherweise einen Laptop mit den Programmen mitnehmen und von zu Hause aus arbeiten.”, schreibt ein Kommentator.

Natürlich weiß man nie, wer da (anonym) kommentiert, aber ich finde es bezeichnend.

Danke an Shelly für den Hinweis auf den Artikel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.