YouTube Videos im Terminal schauen

Flattr this!

YouTube direkt benutze ich schon lange nicht mehr. Die Alternative der Wahl war für mich auf dem Rechner bis jetzt minitube. Wer das Tool allerdings benutzt, merkt schnell: Das Gelbe vom Ei sieht anders aus. Abstürze und Pufferprobleme gehören zur Tagesordnung.

Doch dafür gibt es jetzt eine tolle Alternative mit dem Namen: youtube-viewer das Tool kommt ohne GUI aus und verwendet standardmäßig den Videoplayer mplayer zum Abspielen eines Videos. Einfachster Aufruf ist direkt mit einer URL:

$ youtube-viewer https://www.youtube.com/watch?v=c0XE4Wft_Lo

Es öffnet sich der mplayer und spielt das Video ab. Doch auch wenn man die URL nicht zur Hand hat, dann hilft das Tool weiter: ohne Parameter aufgerufen, bietet es uns direkt eine Suche:

$ youtube-viewer
=>> Search for YouTube videos (:h for help)
>

Gebe ich hier nun einen Suchbegriff ein (die Suche unterstützt auch regex!), so erhalte ich eine Liste von Videos und kann mit der Eingabe der entsprechenden Nummer des Videos dieses abspielen:

$ youtube-viewer
=>> Search for YouTube videos (:h for help)
> ruthe

1. Ruthe.de - PETE Ep. 015 "Liebeskummer" (by koalakombat) (06:31)
2. Ruthe.de - Werbeparodien 5 (by koalakombat) (04:26)
3. Ruthe.de - FLOSSEN - "Das Haustier" (by koalakombat) (04:35)
4. Ruthe.de - Nachrichten - Lügenpresse (by koalakombat) (02:49)
5. Ruthe.de - Weihnachtsmann beklaut!!! (by koalakombat) (02:53)
6. Ruthe.de - Kopfkirmes (by koalakombat) (03:56)
7. Ruthe.de - Für dich zum Valentinstag! (by koalakombat) (01:09)
8. Ruthe.de - FLOSSEN - "Frohe Weihnachten!" (by koalakombat) (03:24)
9. Ruthe.de - Nachrichten - Veganer Bio-Bauernhof (by koalakombat) (02:43)
10. Ruthe.de - Tod-Stammtisch (auf Schwäbisch) (by koalakombat) (00:23)

=>> Select one or more videos to play (:h for help)
> 10

Auch mehrere Videos lassen sich anschauen. Dazu gibt man einfach mehrere Indizes an:
> 1 11 4.
Auch mit einem Bereich lässt sich das erledigen. Alle Videos von Index 8 bis zu Index 14 spielen wir hiermit ab: > 8-14.
Der einzige Nachteil hierbei ist, dass man mit dem Schließen von mplayer nur das Abspielen des aktuellen Videos beendet, alle weiteren werden aber noch abgespielt.

Befehle werden mit einem : eingeleitet. Auf die nächste Seite springt man mit :n(ext) und zurück mit :b(ack). Auch ein Einloggen ist möglich: Der Befehl :login führt zur Loginmaske. Viele Befehle lassen sich nur in Verbindung mit einem Index ausführen, so kann man mit :c=1 die Kommentare zum ersten Video in der Liste einsehen und mit :subscribe=3 den Kanal, des Videos mit dem Index 3 abonnieren (dazu muss man nat. eingeloggt sein). Auch downloaden kann man ein Video mit seinem Index: :d=2 lädt Video Nummer zwei herunter. Alle weiteren Optionen findet man im Hilfemenü mit :h.

Wer die cli nicht mag, für den gibt es noch eine Oberfläche zu dem Ganzen mit dem Namen gtk-youtube-viewer. Sie verwendet auf meinem Rechner VLC, statt mplayer, ist aber ansonsten funktionsgleich mit dem Kommandozeilentool, auf dem es bassiert. Alle weiteren Infos und Installationsanleitungen, bzw. Pakete gibt’s auf der Homepage. Für Arch habe ich das Programm über yaourt, also aus dem AUR heraus installiert.

3 Gedanken zu „YouTube Videos im Terminal schauen

  1. Bei Linux Mint Xfce habe ich eben die Erfahrung gemacht das da noch was fehlt. Es kommt folgende Ausgabe:

    Failed to open VDPAU backend libvdpau_nouveau.so: cannot open shared object file: No such file or directory

    Man hört kurz den Ton und das war es dann auch schon. Das Videofenster bleibt schwarz. Als Treiber verwende ich den freien NVidia Treiber. Ich habe eben ein wenig mit vdpau bzw. entsprechenden Paketen herum gespielt ohne Erfolg zu erzielen. Hoffe gerade nur das ich mir nicht den XServer zerschossen habe.

    1. Ich nutze auch vdpau und xfce. Allerdings arch. Ich schau mal morgen, was ich dazu finden kann, aber das klingt nach einem klassischen library versionsfehler. Gibt es die libvdpau_nouveau.so denn im library path?

    2. Ich habe eben mal meine Ausgaben auf der Konsole verfolgt und bemerkt, dass bei mir auch eine Fehlermeldung in diese Richtung erscheint:

      Failed to open VDPAU backend libvdpau_i965.so: cannot open shared object file: No such file or directory

      Allerdings hat das keine Auswirkung auf den Funktionisumfang des Programms. Hast du mal geschaut, ob deine Library existiert?

      sudo find / -name "libvdpau_nouveau.so"?

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